Ausbildung als Standardweg
Die meisten Betriebe erwarten eine abgeschlossene Ausbildung in einem Metallberuf. Die Ausbildung ist dual: Du lernst im Betrieb und in der Berufsschule. Große Unternehmen haben oft eigene Lehrwerkstätten, kleine Betriebe bilden direkt in der Fertigung aus. Frag beim Vorstellungsgespräch, an welchen Maschinen du in der Ausbildung arbeiten wirst.
Quereinstieg über die Fertigung
Stellen als Maschinenbediener oder Produktionshelfer sind ein Einstieg ohne Abschluss. Wer dort mehrere Jahre gearbeitet hat, kann später zur Abschlussprüfung zugelassen werden. Voraussetzung ist eine Berufstätigkeit von mindestens dem Eineinhalbfachen der regulären Ausbildungsdauer im angestrebten Beruf. Die IHK entscheidet über die Zulassung und kann Zeugnisse und andere Nachweise berücksichtigen.
Weiterbildung zum Techniker oder Meister
Nach einigen Jahren Berufserfahrung führt die Fachschule zum staatlich geprüften Techniker, etwa im Maschinenbau. Die Ausbildung umfasst mindestens 2.400 Unterrichtsstunden und läuft in Vollzeit oder berufsbegleitend in Teilzeit. Zugang hat in der Regel, wer eine einschlägige Ausbildung und Berufspraxis nachweist. Alternativ bieten IHK und Handwerkskammer Meisterlehrgänge an.
Probearbeit an der Maschine
Viele Metallbetriebe laden zu einem Probetag ein. Oft sollst du eine Zeichnung lesen, ein Teil vermessen oder eine Maschine unter Aufsicht einrichten. Bring Sicherheitsschuhe mit und frag vorher, welche Maschinen und Steuerungen dich erwarten. Wenn dir eine Steuerung neu ist, sag es offen und erkläre, mit welcher du gearbeitet hast. Das wirkt glaubwürdiger als eine Liste von Stichworten im Lebenslauf.
Wenn du aus dem Ausland kommst
Auf dieser Seite richten sich einzelne Anzeigen ausdrücklich an Fachkräfte mit ausländischem Abschluss. Einen Metallberuf aus dem Ausland kannst du in Deutschland anerkennen lassen. Zuständig ist bei Industrieberufen in der Regel die IHK, bei Handwerksberufen die Handwerkskammer. Eine Anerkennung macht deine Bewerbung für Betriebe leichter einzuordnen. Bis dahin helfen aussagekräftige Arbeitsproben und Zeugnisse mit Übersetzung.
Was in die Bewerbung gehört
- Facharbeiter- oder Gesellenbrief und Zeugnisse
- Maschinen und Steuerungen, an denen du gearbeitet hast, mit Namen
- Fertigungsverfahren wie Drehen, Fräsen, Schleifen oder Schweißen
- Erfahrung mit Messmitteln und Zeichnungen
- Bereitschaft zu Schicht oder Montage, wenn die Stelle das verlangt
Bei Zeitarbeitsangeboten hilft eine klare Angabe, in welchem Umkreis du arbeiten kannst und ob du ein Auto hast.
Wer schon Erfahrung mitbringt, sollte sie in der Bewerbung nach Maschinen und Verfahren ordnen, nicht nach Arbeitgebern.